EU Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Lehramtsprüfung als Sprungbrett für Software-Job

Caroline Weigner 


Im letzten Jahr meines Studiums zur Volksschul- und Integrationslehrerin stand noch eine große Hürde vor mir: die Diplomarbeit. Da ich mich immer schon gerne mit Computer und Software für den Einsatz in der Schule beschäftigt hatte, beschloss ich, mein Hobby in eine 100seitige Arbeit zu fassen. Ihr Titel: „Der Einsatz von Multimediatechnologien im Sachunterricht - Erfahrungen und Analysen“ Die Diplomarbeit musste in Form einer Defensio „verteidigt“ werden. Leid tat mir eigentlich nur, dass dabei meine Arbeit unter der Rubrik „Sonstige Themen“ untergebracht war. Schnell wusste ich auch den Grund dafür: Es gab nur drei Studenten, die ähnlich ausgefallene Themen gewählt hatten! Für jedes Themengebiet gab es einen Moderator, der die Diplomarbeiten genau unter die Lupe nahm und Fragen stellte. Für mein Thema wurde Herr Prof. Anton Knierzinger als Moderator bestimmt. Die Defensio lief offensichtlich gut - am Ende bot mir Herr Knierzinger nämlich einen Job in der Firma education highway an, deren Chef er ist! 

 


Und dort arbeite ich jetzt schon seit gut einem Jahr. Meine Aufgabengebiete sind:

  • Projektmanagement von regionalen, ministerialen und EU Projekten
  • Betreuung des Projektes Clic (Übungsprogramme am PC selbst erstellen ohne Programmierkenntnisse)
  • Abhalten von Software-Schulungen für Lehrer
  • Erstellung und Betreuung der Inhalte des Webservers
Die Arbeit beim education highway gefällt mir sehr gut – wenn nicht sogar besser als das Unterrichten in der Volksschule - und ist für mich die perfekte Zeit, um Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und ständig Neues dazu zu lernen. 
Neben meiner Zertifizierung als ECDL Prüfer (European Computer Driving License) habe ich auch das berufsbegleitende Studium ’Learning and Teaching New Media’ an der Donau-Universität Krems begonnen. Abgesehen davon, dass es momentan wenige Jobangebote im Lehrbereich gibt, möchte ich eigentlich noch gar nicht unterrichten. Aber: Wer weiß, vielleicht in fünf Jahren - wenn sich die Situation des Lehrerdaseins etwas verbessert hat...